Weltweit formiert sich Widerstand gegen das Staudammprojekt am Rio Xingú und trotzdem rückt die brasilianische Regierung von ihrem umweltzerstörerischen Plan nicht ab.
Seit mehreren Jahren plante Brasilien bereits die Wiederaufnahme des Staudammprojekts „Belo Monte“ am Xingú-Fluss. Am 1. Februar hat Präsident Luiz Inácio Lula da Silva nun die Erlaubnis gegeben, dieses gigantische Staudammprojekt zu bauen, für das schon seit über 30 Jahren Pläne in der Schublade liegen. Massive Proteste haben die brasilianischen Entscheidungsträger bisher immer wieder davon abbringen können, mit dem Bau zu beginnen.
Fernstraßen, Kanäle und Wasserkraftwerke lassen die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen Amazoniens in bisher ungekanntem Maß zu. Die neu angestrebte Anbindung der Region an internationale Märkte ermöglicht es den Konsumriesen USA, Europa, China und Japan, sich billig mit Rohstoffen, Energie und Nahrung aus dem Amazonasraum zu versorgen. In der Realität Amazoniens findet jedoch täglich die Entzauberung dieser Politik statt, denn soziale und ökologische Folgen sind nicht berücksichtigt.