Deutsch – Brasilianische Zusammenarbeit
Veröffentlicht: Mo, 19.10.2009
Im Rahmen des PPG7– Pilotprogramm zur Bewahrung der Brasilianischen Regenwälder engagiert sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit seit etwa 15 Jahren beim Schutz der Mata Atlântica. Die Projekte sind der Zentrale Öko-Korridor Mata Atlântica (Espirito Santo und Bahia) und die Bilateral Assoziierten Projekte mit den Bundesländern Rio Grande do Sul, Santa Catarina, Paraná, São Paulo, Rio de Janeiro und Minas Gerais.
Ein wichtiges Programm ist „Aktionen zur Bewahrung der Mata Atlântica“, eine Komponente des erfolgreichen Kleinprojekteprogramms PDA, das in allen Bundesstaaten der Mata Atlântica tätig ist. Es fördert mehr als 100 lokale Projekte und verschiedene Projekte von nationaler Bedeutung, u.a. die Schulung in partizipativem Management von Schutzgebieten, die Förderung von Ökokorridoren, die Neukartierung der Restbestände natürlicher Vegetation der Mata Atlântica und Studien zur Bezahlung von Umweltdienstleistungen.
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Tropenwald will zwar im Einzelfall Projekte in der Mata Atlântica verlängern, sich mittelfristig aber auf die Erhaltung des Amazonaswaldes konzentrieren.
Klimainitiative des BMU
Angesichts des perspektivischen Rückzuges der Entwicklungszusammenarbeit aus der Mata Atlântica ist die Förderung des Schutzes und der Wiederherstellung der Mata Atlântica im Rahmen der Internationalen Klimainitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit – BMU umso wichtiger.
Diese begann im Jahre 2008 und fördert Aktionen die mit dem oben vorgestellten nationalen Politikprogramm für die Mata Atlântica übereinstimmen. Für die finanziellen Leistungen, die über die KfW Entwicklungsbank abgewickelt werden, wurde bei der brasilianischen NRO FUNBIO der „Atlantic Forest Conservation Fund– AFCOF“ eingerichtet. Dieser wurde in einer ersten Tranche mit 2 Millionen Euros ausgestattet und hat wichtige Vorhaben im Bereich Schutzgebiete, Umweltdienstleistungen und nachhaltiger Nutzung gefördert.
In einer zweiten Phase, von 2009 – 2012, sollen die Finanzmittel aufgestockt werden und die Technische Zusammenarbeit das Vorhaben in Kooperation mit der KfW unterstützen.