WWF für Regenwald-Fonds
29. September 2009, 13:24
WWF verlangt Waldschutz im Klima-Abkommen
Bangkok (dpa) - Entwicklungsländer sollten im Rahmen
eines neuen Weltklimaschutzvertrags nach Überzeugung der
Umweltstiftung WWF unbedingt für den Erhalt der
Regenwälder entschädigt werden. Private Investoren seien
bereit, dafür zu zahlen, berichtete der WWF am Dienstag am
Rande der Klimaverhandlungen in Bangkok. Das Abholzen der
Regenwälder am Amazonas, im Kongo und in Südostasien
verursacht Unmengen klimaschädliche CO2-Emissionen. Dies macht
nach Schätzungen von Klimaexperten 20 Prozent der weltweiten
Gesamt-Emissionen aus.
Investoren und Fondsmanager, die zusammen sieben Billionen Dollar
(4,8 Billionen Euro) an Vermögenswerten verwalten, hätten
in einer Umfrage Bereitschaft signalisiert,
Entwicklungsländern Verschmutzungsrechte abzukaufen. Die
Investoren verlangten aber mehr Richtlinien-Klarheit durch
internationale Klimaschutz-Vereinbarungen und Gesetze, ehe Gelder
fließen. In Bangkok verhandeln Vertreter von 177 Regierungen
seit Montag über den Weltklimaschutzvertrag, der im Dezember
in Kopenhagen verabschiedet werden soll. Es geht darum, den
280-Seiten-Entwurf für das Dokument mit zahlreichen noch
offenen Beschlussvorschlägen auf 40 Seiten zu
reduzieren.
«Die Rettung des Waldes muss in dem neuen Klimaschutzvertrag
eine große Rolle spielen», verlangte der WWF. Dazu
schlagen Klimaexperten den REDD-Mechanismus vor. REDD (Reduced
Emissions from deforestation and forest degradation) bedeutet, dass
Industrieländer oder Investoren dafür zahlen, dass
Entwicklungsländer den Regenwald nicht abholzen.
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